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Pressemitteilung - September 2009 | Print |
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Future Living 2030 – Zwischen Chancen und Risiken
Unternehmensnetzwerk future_bizz präsentiert aktuelle Zukunftsstudie

 

Bad Soden, September 2009. Auf der Basis von verfügbaren Zukunftsstudien, Trendanalysen und weiterführenden Untersuchungen aktualisiert die vom Netzwerk future_bizz initiierte Studie „Future Living 2030“ die Szenariostudie „Future Living 2020“. In fünf Szenarien werden Zukunftsbilder über das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Jahr 2030 in Europa dargestellt.

 

Die prognostizierten Entwicklungen des Szenarioprojekts Future Living 2020 bestätigen sich früher als erwartet. Es ist ein Tempowechsel zu verzeichnen, der sich darin äußert, dass einige Zukunftsaussagen, wie beispielsweise die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Klimawandel schneller und stärker eintreffen als erwartet. Jetzt geht das erfolgreiche Unternehmensnetzwerk future_bizz in die zweite Runde und legt Prognosen für das Jahr 2030 vor.

Die Studie Future Living 2030 beschreibt das zukünftige Wohnen, Leben und Arbeiten der Menschen in Europa im Kontext der globalen Entwicklung. Schwerpunkte der Studie sind die neuen Berechnungen der Szenarien unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse und Entwicklungen sowie die Verdeutlichung der Veränderungen in der Zukunftsbetrachtung und den Prognosen einschließlich der Identifikation signifikanter Treiber.

 

Die Zukunftsszenarien

Steuern wir auf eine hoch technisierte Männerwelt zu oder übernehmen die Frauen die gesellschaftliche Führung? Haben wir Chancen, dass sich eine Bürgergesellschaft etabliert oder werden wir zukünftig von globalen Großkonzernen und militärischen Staaten kontrolliert? Das Ergebnis der Studie „Future Living 2030“2 sind fünf Szenarien, die von einer vernetzten Wohlstandsgesellschaft bis hin zu einer instabilen Clustergesellschaft reichen.

Im Szenario „Energy“ können ausgehend von den dramatischen Veränderungen in der Umwelt, den Folgen der Globalisierung und den technischen Entwicklungen durch ein zielgerichtetes und nachhaltiges Zusammenspiel von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft konstruktive Lösungen zur Bewältigung von Problemen der Vergangenheit gefunden werden. Einen deutlichen Wertewandel hat die Gesellschaft im Szenario „Forced Harmony“ vollzogen und gelernt, dass weniger mehr ist. Dieser Wertewandel geht mit neuen Formen der gesellschaftlichen Anerkennung, einer spürbaren Feminisierung der Gesellschaft und einem ausgeprägten Bewusstsein für Ökologie einher.

Demgegenüber sind im Szenario „Blue Steel“ Wohlstand und Stabilität der Gesellschaft vollständig von hoch volatilen Wirtschaftsinseln abhängig, die sich deutlich herausgebildet haben. Nicht der Klimawandel und die Ressourcenknappheit waren die primären Treiber dieser Entwicklung, sondern die Veränderung der Arbeitswelt.

Ein Zerfall der etablierten, gesellschaftlichen Strukturen führt im Szenario „Ginger“ zu lokal geprägten Funktionseinheiten, die auf niedrigem Wohlstands- und Stabilitätsniveau agieren. Alte sozialistische Ideologien werden wiederbelebt und führen zu einer neuen Weltordnung mit wenig Dynamik.

Noch weit reichender sind die Folgen im fünften Szenario „Instability“: Die globale Klimakatastrophe ist eingetreten. Gesellschaftliche und technologische Probleme konnten nicht gelöst werden. Es herrscht globale Instabilität in allen Bereichen.

Die unterschiedlichen Ausprägungen der fünf Szenarien – zwischen Chancen und Risiken – geben einerseits wichtige Impulse für die strategische Ausrichtung der beteiligten Unternehmen und schaffen eine Basis für die Entwicklung innovativer Produkte für die Märkte von morgen. Andererseits bieten sie Anreize für einen aktiven Austausch zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft.3

 

Die Szenariostudie kann unter www.futurebizz.de angefordert werden.

 

Über future_bizz

future_bizz ist ein im Jahre 2007 gegründetes Netzwerk von Unternehmen, die gemeinsam Geschäftsideen für zukünftiges Wohnen, Leben und Arbeiten entwickeln.

Durch die Mitarbeit in future_bizz-Projekten betreiben die beteiligten Unternehmen aktive Zukunftssicherung. Zu den Mitgliedern von future_bizz gehören Altana AG, Bayer MaterialScience AG, Böttcher Consulting, Duravit AG, Grohe AG, Henkel AG & Co. KGaA, Hettich, REHAU AG + Co, Sonus GmbH, Symrise GmbH & Co. KG, Vaillant GmbH, Vorwerk & Co. KG und Vodafone AG.